Infomaterial anfordern

Startseite / Brust-OPs / Bruststraffung

Bruststraffung

Eine Bruststraffung hebt eine erschlaffte Brust an und formt sie neu. Überschüssige Haut wird entfernt, die Brustwarze wird auf die richtige Höhe gesetzt. Bei fehlendem Volumen kann zusätzlich ein Implantat eingesetzt werden.

Wann ist eine Bruststraffung sinnvoll?

Nach Schwangerschaften, Stillzeit, starkem Gewichtsverlust oder mit zunehmendem Alter verliert die Haut an Spannkraft. Die Brust hängt, die Brustwarzen zeigen nach unten. Eine Straffung kann Form und Position verbessern. Bei zusätzlichem Wunsch nach mehr Volumen wird sie mit einem Implantat kombiniert.

Techniken und Narben

Welche Technik in Frage kommt, hängt vom Ausmaß der Erschlaffung ab:

  • Straffung um den Warzenhof (periareolär) bei leichter Erschlaffung. Die Narbe liegt rund um den Warzenhof.
  • Vertikale Straffung (z. B. nach Lejour, „Lollipop“) bei mittlerer Erschlaffung. Die Narbe verläuft um den Warzenhof und senkrecht nach unten.
  • T-Schnitt (Ankerschnitt) bei starker Erschlaffung und viel Hautüberschuss. Zusätzlich verläuft eine Narbe in der Unterbrustfalte.

Die Narben sind anfangs gerötet und verblassen in den Monaten danach. Spätestens nach etwa einem Jahr sind sie meist deutlich unauffälliger. Eine Narbenbehandlung kann helfen.

Straffung mit Implantat

Fehlt neben der Haut auch Volumen, kombiniert man die Straffung mit einem Implantat. Das kann in einer Operation oder in zwei getrennten Schritten erfolgen. Die Ärztin oder der Arzt wägt ab, welches Vorgehen für Ihr Gewebe sicherer ist.

Netzunterstützung („innerer BH“)

Neben der klassischen Technik gibt es Verfahren, bei denen die Brust von innen durch ein Netz (Mesh) gestützt wird. Das Netz wirkt wie ein „innerer BH“ und soll das Gewebe oder Implantat in Position halten. Verwendet werden unter anderem:

  • Resorbierbare Netze, die sich nach einiger Zeit abbauen (zum Beispiel aus Poly-4-Hydroxybutyrat, bekannt unter dem Handelsnamen GalaFLEX).
  • Titanbeschichtete Polypropylen-Netze (zum Beispiel TiLOOP Bra), die dauerhaft im Körper bleiben.
  • Azelluläre dermale Matrix (biologisches Gewebe).

Mehr dazu auf der Seite Innerer BH. Das Ziel ist ein stabileres, länger haltbares Ergebnis, vor allem bei dünnem oder schwachem Gewebe, bei einem Wechsel von Implantaten oder nach starkem Gewichtsverlust. Die Datenlage ist begrenzt. Es handelt sich überwiegend um kleinere Studien und Erfahrungsberichte, ob und wie lange das Ergebnis dadurch besser hält, ist nicht abschließend belegt. Hinzu kommen Mehrkosten und eigene Risiken wie Infektionen, Flüssigkeitsansammlungen (Serome) und Fremdkörperreaktionen. Es ist kein Standardverfahren, und nicht jede Klinik wendet es an. Ob für Sie eine Netzunterstützung sinnvoll ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt nach der Untersuchung.

Planung und Vorbereitung

Ein stabiles Gewicht verbessert das Ergebnis, denn starke Gewichtsveränderungen nach der Operation können die Brust wieder erschlaffen lassen. Wenn Ihre Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist, sollten Sie das besprechen, weil Schwangerschaft und Stillzeit die Brust erneut verändern. Vor der Operation sind eine Frauenarzt-Untersuchung und je nach Alter und Vorgeschichte ein Ultraschall oder eine Mammografie sinnvoll.

Nachsorge

Nach der Operation tragen Sie einen festen Verband, später einen Stütz-BH. Über Drainagen läuft Wundflüssigkeit ab. Schwellungen, Spannungsgefühl und blaue Flecken sind normal. Treten starke Schmerzen, zunehmende Schwellung oder Fieber auf, wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihren Hausarzt. In den ersten Wochen verzichten Sie auf Sport und schwere körperliche Arbeit, auf Sonne und Solarium für etwa zwei Monate.

Mögliche Risiken

Zu den allgemeinen Risiken gehören Infektionen, Nachblutungen, Schwellungen, Wundheilungsstörungen, vergrößerte oder verdickte Narben und Veränderungen der Gefühlsempfindung an Brust und Brustwarze. Auch Asymmetrien, eine Durchblutungsstörung der Brustwarze und eine erneute Erschlaffung sind möglich. Manches lässt sich in einer Zweitoperation nachkorrigieren. Die Stillfähigkeit kann eingeschränkt sein.

Fachärztinnen und Fachärzte für Bruststraffung

Diese Operateurinnen und Operateure unserer Partnerkliniken haben einen Schwerpunkt in der Brustchirurgie. Welche Ärztin oder welcher Arzt für Sie infrage kommt, hängt von Ihrem Befund und Ihren Wünschen ab; Sie erhalten Angebote mehrerer Fachärzte und vergleichen in Ruhe.

Auswahl, Stand Oktober 2026. Alle Ärztinnen und Ärzte finden Sie auf den Klinikseiten.

Häufige Fragen

Wie lange hält das Ergebnis?

Das hängt von Gewebe, Alter, Gewicht und Schwangerschaften ab. Die Brust altert nach der Operation weiter. Ein stabiles Gewicht unterstützt das Ergebnis.

Was ist ein „innerer BH“?

Ein Netz, das die Brust oder das Implantat von innen unterstützen soll. Mehr dazu im Abschnitt Netzunterstützung oben. Die Datenlage ist begrenzt, und das Verfahren ist nicht in jeder Klinik verfügbar.

Kann ich danach noch stillen?

Oft ja, aber nicht in jedem Fall. Besprechen Sie das im Vorgespräch.

Wie sichtbar sind die Narben?

Das hängt von der Technik und Ihrer Hautheilung ab. Anfangs sind sie gerötet und verblassen im Lauf von Monaten.

Stichworte und Downloads

BruststraffungMastopexieHängebrustSchwangerschaft und stillzeitNarbenImplantat und straffung

Infoblatt Bruststraffung (PDF) Fotos einreichen Preise ansehen

Allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder die ärztliche Aufklärung noch ein persönliches Beratungsgespräch. Stand: Oktober 2026. Die Ergebnisse einer Operation sind individuell und nicht vorhersehbar, Erfolge können nicht zugesichert werden.

Weitere Themen